Es gibt in der Schweiz kein günstigeres Abo als Lebara. 9.90 CHF pro Monat, 2 GB Daten, Anrufe und SMS in die Schweiz. Als ich das gesehen habe, dachte ich: das muss einen Haken haben. Drei Monate später kann ich sagen: es hat einen Haken. Aber vielleicht nicht den, den ich erwartet hatte.
Warum ich Lebara überhaupt ausprobiert habe
Ich hab ein Zweithandy, das ich hauptsächlich für die Arbeit nutze – meistens nur Anrufe und ein bisschen WhatsApp. Mein Hauptabo kostet 39 CHF und das behalte ich. Aber für das Zweitgerät wollte ich nicht nochmal 30–40 CHF ausgeben. Lebara schien die offensichtliche Lösung.
Die Bestellung lief problemlos. SIM in drei Tagen per Post, aktiviert in zehn Minuten. Kein Vertrag, monatlich kündbar. So weit so gut.
Was ich in drei Monaten erlebt habe
Das Netz läuft auf Sunrise. In Basel, wo ich arbeite, und in Arlesheim, wo ich wohne, hatte ich konstant gutes Signal. Auf dem Weg nach Zürich einmal einen kurzen Unterbruch im Tunnel – aber das kenne ich von anderen Anbietern auch.
Die 2 GB Daten reichen für mein Nutzungsverhalten beim Zweithandy knapp. Zweimal bin ich ans Limit gestossen, weil ich vergessen habe, WLAN zu aktivieren. Ab dem Limit drosselt Lebara auf 64 kbit/s – das ist so langsam, dass man damit eigentlich gar nichts mehr machen kann. Nicht mal E-Mails laden richtig.
Das ist der eigentliche Haken: keine Option zum Daten-Nachkauf im 9.90-Abo. Wenn du das Limit erreichst, bist du bis zum nächsten Monat auf Schneckentempo. Das steht im Kleingedruckten, aber ich hatte es nicht richtig registriert.
Für wen Lebara taugt – und für wen nicht
Wenn du ein Abo nur für Anrufe und gelegentliche Nachrichten brauchst, und nie oder selten mobiles Internet verwendest: Lebara ist unschlagbar. 9.90 CHF, läuft stabil, keine Überraschungen.
Wenn du aber regelmässig Daten brauchst – auch nur für Maps oder kurze Videokonferenzen – wirst du dich ärgern. Dann ist ein Abo für 19–25 CHF mit mehr Volumen sinnvoller.
Ich behalte Lebara für mein Zweithandy. Es tut was es soll. Ich hab nur gelernt, dass ich das WLAN immer aktiviert lassen muss.
Wer unsicher ist welches Abo zum eigenen Bedarf passt, dem hilft der kostenlose Vergleich auf tarifblitz.ch weiter – die schauen sich das konkret an, statt nur Preislisten zu zeigen.
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