Lebara bewirbt sich als die günstigste Option in der Schweiz. Das stimmt für bestimmte Nutzungsprofile. Ich habe es drei Monate auf meiner zweiten SIM getestet – hier ist, was ich gelernt habe.

Das Angebot

Lebara läuft auf dem Sunrise-Netz. Das bedeutet: die Netzqualität entspricht dem, was wingo oder yallo bieten – gut in Städten, ausreichend auf den meisten Pendlerstrecken, schwächer in Bergtälern. Für das Netz zahlt man bei Lebara oft weniger als bei den anderen Sunrise-MVNOs.

Die günstigsten Optionen starten unter 10 CHF. Dafür bekommt man ein begrenztes Datenvolumen und Gesprächsminuten. Wer telefoniert oder hauptsächlich WhatsApp nutzt, kommt damit durch.

Für wen Lebara Sinn ergibt

Zweit-SIM für wenig Gebrauch: Perfekt. Eine Backup-Nummer, Telefonieren und gelegentliches Surfen – dafür braucht es kein 30-CHF-Abo.

Internationale Verbindungen: Lebara hat speziell günstige Tarife für Anrufe in viele Länder ausserhalb der Schweiz. Wer regelmässig ins Ausland telefoniert – vor allem in Süd- und Ostasien, den Balkan oder den Nahen Osten – findet bei Lebara oft die günstigsten Minuten.

Kurzfristige Nutzung: Tourist in der Schweiz, temporäre SIM für ein Gerät, saisonale Nutzung – Lebara ohne Vertragsbindung macht das einfach.

Wo Lebara nicht passt

Wer viel Daten braucht – über 5 GB pro Monat – wird bei Lebara teurer als bei wingo oder yallo. Die Preise für höhere Datenpakete sind weniger attraktiv. Ebenso: wer viel telefoniert (Flat fehlt bei den günstigsten Optionen) oder Roaming braucht.

Der Kundendienst ist auf Englisch ausgerichtet. Das ist für manche eine Hürde, besonders wenn man ein Problem auf Deutsch beschreiben möchte.

Fazit

Lebara ist keine schlechte Option – sie ist eine sehr spezifische Option. Für Vieltelefonierer ins Ausland oder Zweit-SIM-Nutzer ist es schwer zu schlagen. Für Haupt-SIM-Nutzer mit normalem Smartphone-Verbrauch gibt es bessere Angebote im gleichen Preisbereich.

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