Anfang 2024 bin ich von Swisscom weg. Nicht weil etwas schiefgelaufen ist, sondern weil 89 CHF pro Monat für ein Mobilabo irgendwann einfach zu viel waren. Ich wollte etwas günstiges, aber nicht etwas das jeden zweiten Tag stockt. Also hab ich mich durch die Angebote geklickt und mich für Salt entschieden. Dann, acht Monate später, für Sunrise. Hier ist was ich in dieser Zeit gemerkt habe.

Kurz zum Kontext: Ich lebe und arbeite in Bern, fahre aber regelmässig ins Emmental – meine Eltern wohnen zwischen Langnau und Signau. Die Strecke ist für Netztests eigentlich ideal: stadtnahes Netz, dann Agglomeration, dann ländlich, dann richtig ländlich.

Salt: günstig, meistens gut, manchmal nervig

Salt hat mich mit dem Preis gelockt: 39 CHF für 20 GB und Flat in der Schweiz. Das ist ein guter Preis. In Bern selbst, also Innenstadt, Länggasse, Breitenrain – alles problemlos. 4G stabil, manchmal auch 5G. Ich hab mir während der Salt-Zeit keine Gedanken über das Netz gemacht.

Auf der Strecke Bern–Burgdorf–Hasle–Rüegsau wurde es interessanter. Im Zug von Bern nach Burgdorf hatte ich mehrmals Momente, wo das Netz kurz weg war. Nicht lange, vielleicht 30 bis 60 Sekunden. Aber gerade wenn man im Zug einen Videocall hat, ist das unangenehm. Einmal bin ich mitten in einem kurzen Gespräch unterbrochen worden, direkt nach Burgdorf auf offener Strecke Richtung Hindelbank. Das hat mich geärgert.

Was mich mehr geärgert hat: der Salt-Chat-Kundenservice. Ich hatte einmal eine Frage zur Rechnung – irgendeine Aktivierungsgebühr die ich nicht zuordnen konnte. Der Chat-Bot hat mich dreimal umgeleitet bevor ein Mensch drangekommen ist. Der war dann freundlich, hat die Sache erklärt, aber der Weg dahin war mühsam. Für einfache Fragen lieber nicht den Chat nehmen.

Nach acht Monaten hatte ich Gelegenheit, einen Sunrise-Deal mitzunehmen – mein Arbeitgeber hatte eine Firmenkonditionen-Vereinbarung, 49 CHF für 30 GB. Zehn CHF mehr, aber mehr Daten und ich war neugierig auf den Unterschied.

Sunrise: etwas teurer, Netz im Ausland klar besser

Der Wechsel zu Sunrise war reibungslos. Neue SIM, Nummer mitgenommen, läuft. Im Alltag in Bern habe ich ehrlich gesagt keinen Unterschied gemerkt. Gleiches Erlebnis, gleiche Geschwindigkeit im Grossen und Ganzen.

Auf der Emmental-Strecke war es etwas besser. Nicht dramatisch, aber ich hab seltener diese kurzen Aussetzer im Zug gehabt. Einmal oder zweimal in sechs Monaten, nicht mehrmals im Monat wie bei Salt. Das könnte auch Zufall sein – ich hab das nicht systematisch gemessen – aber mein Gefühl war: etwas stabiler ausserhalb der Stadt.

Der grosse Unterschied war im Ausland. Ich war im September in München für ein paar Tage. Mit Salt hatte ich im Vorjahr auch schon einen kurzen Deutschlandaufenthalt, und das war okay. Aber Sunrise im Ausland war merklich besser: schnellere Verbindung, kein Stocken beim Laden von Karten, und der Datendurchsatz war anständig. Für jemanden der oft reist, ist das ein echtes Argument für Sunrise.

Was besser war als bei Salt: die Hotline. Ich hab einmal angerufen wegen einer Frage zur Roaming-Einstellung. Warteschleife vielleicht sieben Minuten, dann direkt eine Antwort. Kein Durchklicken durch Menüs, kein Bot der mich verwirrt. Das war angenehm.

Fazit nach 14 Monaten: Es gibt keinen klaren Sieger. Salt für 39 CHF ist ein vernünftiges Abo wenn du hauptsächlich in der Stadt bist und wenig ins Ausland reist. Sunrise für 49 CHF lohnt sich wenn du öfter unterwegs bist oder Wert auf stabileres Netz im ländlichen Raum legst. Den Unterschied von 120 CHF im Jahr musst du selbst einschätzen.

Wenn du dir unsicher bist welcher Anbieter zu deiner Situation passt, kann Tarifblitz das kostenlos abklären – kurzes Gespräch, keine Verpflichtung.

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