Wir sind zu dritt: ich, mein Mann und unsere Tochter, die letztes Jahr ausgezogen ist – aber noch bei unserem Swisscom-Familienabo hängt, weil wir das noch nicht angepasst haben. Das ist vermutlich symptomatisch dafür, wie lange man sich mit solchen Dingen beschäftigt: nie, bis man es muss.

Den Anlass hab ich dann doch noch gefunden. Die Jahresabrechnung im Februar zeigte: wir zahlen zusammen 238 CHF pro Monat für drei Handyabos. Ich hab kurz überlegt, ob ich das richtig lese. 238 CHF. Das sind fast 2850 CHF im Jahr.

Was der Family-Rabatt wirklich bringt

Swisscom gibt bei mehreren Abos unter einem Haushalt einen Rabatt. Bei uns sind es 10 CHF pro zusätzlichem Abo. Das klingt nach etwas, ist aber weniger als ich erwartet hatte. Ohne Rabatt wären es 258 CHF, mit Rabatt 238 CHF. Wir sparen also 240 CHF pro Jahr.

Das Problem: wenn wir drei einzelne Abos bei günstigeren Anbietern nehmen würden – sagen wir je 29 CHF bei wingo – wären es 87 CHF pro Monat total. Gegenüber unseren 238 CHF wäre das eine Ersparnis von 1812 CHF pro Jahr. Der Swisscom-Family-Rabatt von 240 CHF klingt daneben fast ein bisschen ironisch.

Was uns trotzdem bei Swisscom hält

Ehrlich gesagt, ist es hauptsächlich Trägheit. Mein Mann mag keine Veränderungen und ist überzeugt, dass Swisscom das beste Netz hat. Was stimmt – aber in unserem Alltag zwischen Aarau und Zürich spielt das kaum eine Rolle, weil alle grossen Anbieter dort gut abdecken.

Ausserdem hängt unser Festnetz und Internet auch bei Swisscom drin. Einen Gesamtwechsel haben wir noch nicht durchgezogen, weil das mehr Koordination braucht.

Was wir jetzt beschlossen haben

Die Abos meiner Tochter und meines Mannes bleiben vorerst. Meines wandert zu wingo. Das spare ich alleine schon fast 600 CHF im Jahr. Für den Rest – den grossen Familienwechsel – hab ich eine Beratung bei tarifblitz.ch angefragt. Ich wollte das nicht selbst durchrechnen, weil ich weiss, dass ich dann wieder sechs Wochen zuwarte.

Das Gespräch hat eine halbe Stunde gedauert. Die haben uns konkret vorgerechnet was beim Gesamtwechsel drin liegt. Den Rest entscheiden wir als Familie. Aber jetzt zumindest mit echten Zahlen.

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