Ich hab im Dezember zu wingo gewechselt, nach acht Jahren bei Swisscom. Das war eine Entscheidung, die ich viel länger vor mir hergeschoben hatte als nötig. Jetzt, nach sechs Monaten, ist es Zeit für eine ehrliche Rückschau.
Was ich erwartet hatte – und was kam
Ich hatte erwartet, dass das Netz schlechter sein würde. wingo läuft auf dem Sunrise-Netz, und irgendwo hatte ich gelesen Sunrise sei schlechter als Swisscom. Was ich erlebt habe: in Luzern, wo ich lebe, und in Zürich, wo ich arbeite, ist kein Unterschied. Im Tessin, wo wir im März Ferien gemacht haben: wingo hatte überall dort Signal, wo ich auch Swisscom erwartet hätte.
Was ich nicht erwartet hatte: dass mir der Wechsel so egal sein würde. Ich hab nach dem ersten Tag aufgehört, das Netz zu beobachten. Es funktioniert einfach.
Was mich in sechs Monaten genervt hat
Einmal hatte ich ein Problem mit der Rechnung: eine Doppelbelastung im Februar. Ich hab den wingo-Support kontaktiert – nur per Chat und E-Mail, kein Telefon. Das dauerte drei Tage bis zur Lösung. Für etwas, das mich 29 CHF betraf, war das okay. Für ein grösseres Problem würde ich mir telefonischen Support wünschen.
Das zweite: die App. Sie ist funktional, aber nicht besonders intuitiv. Das ist Meckern auf hohem Niveau, weil ich die App vielleicht sechsmal im Jahr öffne.
Die Zahlen nach sechs Monaten
Ich habe in sechs Monaten 300 CHF gespart gegenüber meinem alten Swisscom-Abo. Das entspricht ungefähr zehn Nacht-Zugfahrten oder einem ordentlichen Abendessen zu zweit mit Wein. Ich find das eine gute Einordnung.
Im Jahr hochgerechnet: 600 CHF. Das ist Geld das ich vorher Swisscom gegeben habe, ohne gross darüber nachzudenken.
Bleibe ich?
Ja. Es gibt keinen Grund zum Wechseln zurück und keinen anderen Anbieter der mich gerade mehr reizt. 29 CHF, stabiles Netz, keine bösen Überraschungen.
Wer noch zögert: ich hab vor dem Wechsel eine kurze Beratung bei tarifblitz.ch gemacht. Das hat mir geholfen zu verstehen was ich konkret bekomme und was nicht. Empfehlenswert, besonders wenn man lange bei einem Anbieter war und den Wechsel als grösser empfindet als er ist.
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